Nachhaltiger Leitgedanke und Ökotourismus

In Costa Rica erleben von Redaktion Costa Rica2 Comments

Costa Rica ist unter anderem für das Umweltbewusstsein seiner Bewohner bekannt. Das Naturparadies gilt als Vorreiter im nachhaltigen Ökotourismus. Zurecht: Eine so reichhaltige und vielfältige Natur wie in Costa Rica will und muss geschützt werden.

Ein Paradies für Biodiversität

Der Artenreichtum des kleinen Landes ist legendär und zählt zu den größten der Erde: Mit einer Landesfläche von 51.100 Quadratkilometern ist Costa Rica nur etwas größer als die Schweiz, birgt aber fünf Prozent der gesamten Flora und Fauna des Planeten. Über ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz. Rund 30 Nationalparks und eine Vielzahl biologischer Naturreservate gibt es in Costa Rica. Kein Wunder, dass das tropische Natur-Reiseziel zu den Wichtigsten der Welt und als Vorreiter im nachhaltigen Ökotourismus zählt. Vielfältige Landschaften wechseln sich ab: zahlreiche Nationalparks mit üppigen Regen- und Trockenwäldern, dichten Mangrovensümpfe und mystische Bergnebelwälder. Weite Traumstrände an der Pazifikküste oder karibisches Tiefland, wo tropischer Regenwald auf unberührte Strände sowie ein einzigartiges Kanalsystem trifft. Mit rund 100 erloschenen und einigen aktiven Vulkanen lockt Costa Rica außerdem als Land der Vulkane. Auch die exotische Tierwelt beeindruckt, mit  über 900 Vogelarten, darunter der seltene Quetzal, Tukane und Kolibris sowie Hunderte von Säugetierspezies und Reptilienarten. Besonders beliebte Fotomotive sind Affen, Faultiere, Vögel, Frösche sowie die geschützten Meeresschildkröten, die jedes Jahr zur Eiablage an die Pazifik- und Atlantikküste kommen.

Organisationen zum Umweltschutz

In Costa Rica vereinen sich zudem viele verschiedene Organisationen, die auf die Wichtigkeit von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein aufmerksam machen und diese in ihrem Land vorantreiben. So unterstützt beispielsweise die Asociación Sonati Costa Rica die Bildung von Kindern in Bezug auf Themen wie Nachhaltigkeit, damit sie dieses Bewusstsein weiterführen und eine langfristige Veränderung bewirken können. Ziel ist es, Costa Rica zu dem ersten Land zu machen, das einen Nachhaltigkeitskurs in den Lehrplan integriert und den Kindern somit eine kostenlose Umweltbildung zur Verfügung stellt. Dabei arbeitet die Organisation nicht nur in Klassenräumen, sondern setzt auch direkt in der Natur Projekte um.

Öko-Gütesiegel

Weltweit führend im nachhaltigen Tourismus, trägt Costa Rica durch das im Jahre 1996 eingeführte „CST“-Zertifizierungsprogramm für Nachhaltigkeit  zur internationalen und globalen Entwicklungslösung bei und gilt als Vorzeigebeispiel für die Förderung und Umsetzung des nachhaltigen Tourismuskonzeptes. Die staatliche Tourismusbehörde ICT strebt durch das von der Welttourismusorganisation (WTO) offiziell anerkannte Programm die Kategorisierung und Zertifizierung touristischer Unternehmen  an, die durch bessere Praktiken im Management wertvolle natürliche, kulturelle und soziale Ressourcen schonen. Dazu gehören unter anderem der Verzicht auf Plastikmüll und ein hohes soziales Engagement für die lokale Bevölkerung. Bisher wurden bereits um die 400 Unternehmen ausgezeichnet. Besucher können daher beim Buchen einer Unterkunft auf das CST-Nachhaltigkeitslabel achten, um so auch einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten.

Plastikverbrauch

Die Bewohner Costa Ricas zeichnen sich des weiteren durch ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Plastik-Problematik bezüglich der Umwelt aus. Ein großes Problem, dessen sich die Ticos bewusst sind, sind die vielen Plastik-Strohhalme, die tagtäglich nur einmalig benutzt und danach weggeschmissen werden. Die Unmittelbarkeit der Natur um die Bewohner Costa Ricas herum lässt sie dieses Problem als direkte Gefahr für den Erhalt eben dieser erkennen. Daher steht ein reduzierter Plastikverbrauch für sie an vorderster Stelle, wenn es um die Frage des ökologischen Fußabdruckes eines jeden in ihrem Land geht.

Viele Restaurants, Sodas und Fast-Food-Ketten in Costa Rica bieten deswegen inzwischen Alternativen zu dem herkömmlichen Plastik-Strohhalm an. Hier begegnet man oft grünen Trinkhalmen, hergestellt aus Pflanzen oder Avocado-Resten. Becherdeckel für To Go-Getränke werden nur auf explizite Nachfrage hin angeboten und sollte man sich für ein Takeaway-Essen entscheiden, kostet die Verpackung selbstverständlich einen Aufpreis. Ziel ist es, das Bewusstsein für die vermeidbare Umweltverschmutzung gerade im alltäglichen Leben zu schärfen.

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