Traditionelle Küche in Costa Rica

In Costa Rica erleben von Redaktion Costa RicaSchreibe einen Kommentar

Die Grundnahrungsmittel der Ticos bestehen hauptsächlich aus zwei schlichten Dingen: Reis und schwarze Bohnen. Das ist teilweise auf die Armut zurückzuführen, die in manchen Zeiten und Zonen nur die günstigsten und nährreichsten Lebensmittel zuließ. Diese beiden Nahrungsmittel haben sich jedoch etabliert und sind auch heute noch ein fester traditioneller Bestandteil der Costa Ricanischen Kultur.

Sodas

Wer in Costa Rica eine authentische kulinarische Erfahrung zu einem erschwinglichen Preis erhalten will, geht am besten in ein Soda. Dabei handelt es sich um ein kleines Lokal, das meist keinen großen Wert auf Inneneinrichtung und Ambiente legt, dafür aber günstige traditionelle Mahlzeiten wie von Mutti auftischt. Betrieben von kleinen Familien oder einzelnen Personen kann man den Koch oder die Köchin durch die offene Küche bei der Zubereitung beobachten. In manchen Sodas gibt es nur eine handvoll Gerichte, zwischen denen du dich entscheiden kannst. In größeren Sodas könnte man sich tagelang durch die Speisekarte probieren und dabei eine kulinarische Reise durch das traditionelle Costa Rica antreten.

Gallo Pinto zum Frühstück

Am Morgen gibt es das Gallo Pinto, was übersetzt so viel heißt wie „bemalter Hahn“. Warum das beliebte und billige Gericht diesen Namen trägt, hinterfragt kaum jemand. Wichtig ist eines: der Reis und die Bohnen! Diese werden gekocht und zusammen mit Zwiebeln und ein wenig Paprika angebraten. Dazu gibt es eine Auswahl an Beilagen. Beliebt sind hierbei ein Spiegel- oder Rührei, eine Tortilla, ein wenig Natilla (eine Art Sauerrahm) und ein Stück Queso Fresco, der typische Käse des Landes. Nach diesem deftigen Frühstück ist man auf jeden Fall für die Herausforderungen des Tages vorbereitet.

Casado zum Mittag oder Abendessen

Mittags kommt das Casado auf den Tisch. Das bedeutet „verheiratet“, wofür es verschiedene Begründungsansätze gibt. So könnte der Name daher stammen, dass dieses Gericht aus vielen verschiedenen Zutaten auf einem einzelnen Teller besteht, wie es in einem traditionell verheirateten Haushalt üblich ist. Auch hier ist die Grundlage natürlich der Reis und die schwarzen Bohnen, in dieser Variation serviert man aber beides getrennt voneinander, anstatt vermischt. Dazu gibt es meist einen kleinen Salat, Pico de Gallo (eine säuerliche Anrichtung von Tomaten und Zwiebeln), eine Auswahl an Hühnchen, Schwein, Rind oder Fisch und Plátano Maduro (reife Kochbanane).

Plátano

Bei der Plátano handelt es sich um eine Kochbanane, die in Costa Rica zu Häufen angebaut wird. Diese wird traditionell auf viele verschiedene Weisen zubereitet. Dabei kann sie in verschiedenen Reifestufen geerntet und verarbeitet werden. Wenn sie noch grün ist, hat diese noch einen neutralen Geschmack und wird daher eher für herzhafte Beilagen verwendet. So entstehen daraus zum Beispiel Chips oder Patacones, welche als frittierte Bananenpuffer zu beschreiben sind, die anschließend mit Guacamole oder schwarzem Bohnenmus verzehrt werden können. Wenn die Plátano noch länger reift, wird ihre Schale gelb bis schwarz und nimmt einen süßen Geschmack an. Die Banane in dieser Reifephase nennt sich dann Plátano Maduro und wird meist in Öl angebraten bis sie eine goldene Farbe annimmt.

Chifrijo

Das Chifrijo eignet sich super als kleine Mahlzeit an den vielen heißen Tagen des Mittelamerikanischen Landes. Die Ticos sind auf jeden Fall Fans der Kombination vieler einzelner Zutaten, denn bei dem Chifrijo handelt es sich um eine Schüssel voller Leckereien. Zuerst werden dort Stückchen der traditionellen Schweineschwarte hineingetan, übergossen mit dem Pico de Gallo, der säuerlich erfrischenden Mischung aus Tomaten und Zwiebeln. An die Seite kommen eine Menge Tortilla Chips und oben drauf ein paar Scheiben Avocado. Ein leckerer, frischer Snack, den es in jeder Bar in Costa Rica zu bestellen gibt.

Karibischer Flair

Die Karibikküste von Costa Rica hat seine eigene Gerichtpalette. Hier wird viel mit Meeresfrüchten und Kokosmilch verfeinert. So gibt es auch eine Abwandlung des traditionell Costa Ricanischen Casado. Dabei werden Reis und Bohnen mit Kokosmilch zubereitet, was dem Gericht den besonderen karibischen Flair gibt. Dazu gibt es Beilagen wie Hähnchenschenkel mit karibisch-pikanter Soße oder Shrimps.

An Gerichten wie diesen erkennt man die in Costa Rica verbreiteten Traditionen in verschiedenen Abwandlungen der jeweiligen Regionen. Dies lässt sowohl den starken Bezug zu Traditionen des Landes als auch seine kulturelle Vielfalt erkennen.

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